Es ruht der See. Kein Lüftchen regt sich, und kein Wellenschlag kräuselt das stille Wasser. Friedlich ziehen ein paar Stockenten ihre Bahnen. Die Vögel lassen ihre Weisen ausklingen, und die Nacht verweilt noch ein wenig unter den Kerzen der Kastanie. Gänseblümchen und Löwenzahn sind nebeneinander eingenickt. Eine handvoll verrückter Maikäfer umschwirrt das fahle Licht der Straßenlaterne, und in der Ferne weint ein einsamer Hund seinen Kummer in die Abendstille. Lautlos machen sich ein paar Wolken breit, als müssten sie der Nacht behilflich sein, den Himmel zu verdunkeln.
Karneval-Fastnacht oder Fasching, bezeichnet man als fünfte Jahreszeit.
Es ist ein alter Brauch.
Ausgelassenheit, Fröhlichkeit und überschäumende Lebensfreude bis Aschermittwoch.
Mit dem Weiberfastnacht, beginnt der Straßenkarneval.
Es ist an diesem Tag Brauch, das Frauen den Männern die Krawatte als Symbol der männlichen Macht abschneiden, so dass die Männer nur noch mit einem Krawattenstumpf herumlaufen,wofür sie mit einem Bützchen (Küsschen)entschädigt werden.
In den Karnevalshochburgen ist Rosenmontag der Höhepunkt.
Karnevalsdienstag ist dann um 24 Uhr die Nubbelverbrennung.
Der Nubbel ist eine Puppe aus Stroh und Stoff.
Der Nubbel hängt wärend der Karnevalstage über der Kneipentüre oder aus dem Fenster.
Seinen großen Auftritt hat er Karnevalsdienstag, wenn er unter großen Wehklagen
zu Grabe getragen wird.
Er muß für alle Sünden büßen, die während der tollen Tage begangen wurden und wird unter großem Wehklagen, Beschimpfungen und dem Singen von fröhlichen Karnevalsliedern verbrannt. Anschließend strömt das Volk in die Kneipen, um den letzten Karnevalstag der Session gebührend ausklingen zu lassen.
Hat man sich vorher bei Kölsch, bützend und schunkelnd in den Armen gelegen wird es plötzlich still.
Mit der Nubbel verbrennung wird der Karneal symbolisch begraben.
Am Aschermittwoch ist dann alles vorbei. Wer von der vielen Feierei noch einen dicken Kopf hat, der bekämpft seinen Kater beim traditionellen Fischessen.
Schau nach vorn, nicht zurück. Was nicht gut war, ändere. Was wertvoll war, entwick'le weiter. Auf jeden Fall, schau nach vorn, da liegt deine Zukunft.